Es braucht im Alter Alternativen zum grossen Einfamilienhaus

Neue Zürcher Zeitung, 15. Dezember 2012

Dorothee Vögeli. Baudirektor Markus Kägi ermuntert die Landgemeinden, Anreize für altersgerechten Wohnraum zu schaffen. Denn die Bereitschaft steigt, im Alter in eine kleinere Wohnung zu ziehen, wie eine Studie zeigt.

In der Raumplanung nimmt die demografische Entwicklung eine Schlüsselrolle ein: Die Zahl älterer Menschen, die bis zum Tod oder bis zum Eintritt ins Pflegeheim allein in grossen Wohnungen leben, steigt rasant an. Entsprechend nimmt die Wohnfläche im Alter zu: Bei den über 85-Jährigen beträgt sie heute knapp 60 Quadratmeter, die über 85-Jährigen, die in Einfamilienhäusern wohnen, beanspruchen im Schnitt gar 90 Quadratmeter – also fast doppelt so viel wie die unter 55-Jährigen. Ob die Generation der Babyboomer (Jahrgänge 1943–1963) diese Wohnform im Rentenalter als geeignet erachtet, wie gross ihre Umzugsbereitschaft ist und wovon sie abhängt, wollte das Amt für Raumentwicklung wissen.

...mehr