Studie «Akzeptanz städtischer Dichte»

Erwartungen und Prioritäten zum Wohnen in der Stadt Zürich

Die vierte Studie zur «Akzeptanz städtischer Dichte» zeigt: Die bauliche Verdichtung wird in erster Linie in der Stadt und innerhalb der Stadt an zentralen Lagen akzeptiert und sogar erwünscht. Die repräsentative Befragung von über 804 Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich, die im Sommer 2017 zum vierten Mal durchgeführt wurde, bietet einen Einblick in die Akzeptanz städtischer Dichte. Die selbstfinanzierte Forschungsarbeit wird auf Eigeninitiative des Büros Zimraum durchgeführt. Zum zweiten Mal wurden auch 249 Personen aus Bülach sowie 210 Personen aus Schlieren befragt. Diese «Kontrollgruppen» ermöglichen Aussagen zur Akzeptanz sozialer und baulicher Dichte jenseits der Stadtgrenzen.

Download 4. Studie 2018: PDF
Download 3. Studie 2016: PDF
Download 2. Studie 2014: PDF
Download 1. Studie 2011: PDF

Die Befragung wurde 2018 auch in Schlieren und Bülach durchgeführt:

Download Studie Bülach 2018: PDF
Download Studie Schlieren 2018: PDF

«Die vierte Befragung zur Akzeptanz städtischer Dichte zeigt, dass die Offenheit für bauliche Veränderungen, soziale Dichte und Durchmischung vor allem von der «städtischen Identität» geprägt wird: Typische Städter, die innerstädtische Wohnlagen suchen, schätzen Vielfalt und Veränderung und akzeptieren, dass mehr Dichte Teil und Bedingung des urbanen Lebens und ihres Lebensstils ist. Städte wie Zürich sind aber nicht nur Wohn‐ und Lebensraum für überzeugte Städter. Auf städtischem Gebiet leben auch Menschen, die urbane Eigenschaften zwar schätzen, aber nicht vor der Wohnungstür suchen.

Die Bewohner von grün geprägten, ruhigen Wohnquartieren erwarten ein ruhiges und unaufgeregtes Umfeld mit Menschen, die einen ähnlichen Lebensstil pflegen. Wohnbauten sollen locker angeordnet sein und Distanz zum Nachbarn bietet. Die Bewohner von Wohnquartieren reagieren verhalten auf Veränderungen und wehren sich gegen den Verlust von Freiraum. Pragmatische Städter schätzen vor allem die Verkehrsanbindung und das Versorgungsangebot an gut erschlossen Lagen. Sie schätzen im Wohnumfeld zwar die soziale und Angebotsvielfalt der innerstädtischen Quartiere, bevorzugen aber typologisch die durchgrünte Durchlässigkeit der Agglomeration.

Für die Attraktivität der Stadt als Wohnort ist es entscheidend, dass unterschiedliche Lagen ihre spezifischen Eigenschaften und Qualitäten weiter entwickeln können, und dass die Stadtentwicklung nicht der Verlockung der Vereinheitlichung und von städtebaulichen Monokulturen erliegt.»

(Ausschnitt aus dem Schlusskapitel)