Babyboomer wohnen anders

Immobilia, April 2013

Joëlle Zimmerli. Die Babyboomer kommen ins Rentenalter. Ihre Wohnbedürfnisse unterscheiden sich von jenen ihrer Vorgängergeneration. Sie sprechen kaum auf Alterswohnungen an. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung im Auftrag des Kantons Zürich.

«Von «Alterswohnungen» fühlen sich ältere Personen angesprochen, die einen unmittelbaren Unterstützungsbedarf haben. Aktive und gesunde Ältere, welche die Mehrheit ausmachen, legen Wert auf ein selbstbestimmtes, lebendiges Umfeld. Sollen sie als Zielgruppe für «altersgerechten» Wohnraum gewonnen werden, müssen entsprechende Miet- oder Eigentumswohnungen mit einem neuen Lebensgefühl in Verbindung gesetzt werden, das sich von der vorherigen Wohnsituation unterscheidet. Wer vorher in einem grossen Familienhaus im Grünen gewohnt hat, möchte nachher nicht wenige Strassen davon entfernt in einer Wohnung in einem Haus voller Alten wohnen, sondern an einem anderen Ort etwas Neues erleben. Dieses Bedürfnis sollte ernst genommen werden.

Ein Grossteil der Nachfrage geht von älteren Einzelhaushalten aus. Diese treffen ihre Entscheidung zum Wohnungswechsel ohne Verhandlung in einer Partnerschaft. Sie sind flexibler und häufiger offen für etwas Neues. Wichtig ist also ein gutes Angebot an Kleinwohnungen, die von älteren Einzelhaushalten finanziell getragen werden können.»

Letzter Absatz im Artikel, Seite 30