Partizipation in der Planung großer Quartiere

pnd, Rethinking Planning, Februar 2021

Die pnd-Ausgabe behandelt Perspektiven, Konzepte und Erfahrungen zur Entwicklung neuer Stadtteile, die wieder im großen Maßstab geplant werden. Diese Quartiere an den Rändern der Städte zu entwickeln, stellt die unerwartete Rückkehr einer Planungsaufgabe in Deutschland und darüber hinaus dar. Große Quartiere sind ein noch vages Terrain.

Edited by Agnes Förster, Gisela Schmitt, RWTH Aachen

Große Neubauquartiere und Transformationsareale werden lebenswerter, vielfältiger und resilienter, wenn sie von Anfang an unter Einbezug relevanter Stakeholder geplant werden. Zu den Stakeholdergruppen zählen nicht nur die Stadt- und Quartierbevölkerung, sondern auch Grundeigentümer und Akteure, die das Quartier mit ihren Angeboten und ihrem Engagement zu einem späteren Zeitpunkt machen. Eine erfolgreiche partizipative Planung trägt dazu bei, Zielkonflikte zu entschärfen, kritische Stakeholder auf Veränderungsprozesse einzustimmen und Entwicklungen auf die Bedürfnisse kommerzieller und nicht-kommerzieller Nutzerinnen auszurichten. Damit partizipative Planung gelingt, braucht es politische Verantwortliche, die komplexe Planungsvorhaben verständlich erklären und überzeugt vertreten und Fachpersonen in der öffentlichen Verwaltung, die Erwartungen an Planungsschritte richtig einordnen können. Partizipation lebt von Neugier und der Bereitschaft von Entscheidungsträgern, sich auf Diskussionen mit Dritten einzulassen.

Abstract, Joëlle Zimmerli