Wohnraumentwicklungen in Berlin

Zimraum, Januar 2020

Nach einer Zeit der Stagnation und des Bevölkerungsverlusts hat sich der Trend in Berlin geändert: Die Bevölkerung ist zwischen 2010 und 2017 um rund 150‘000 Einwohner gewachsen. Mit dem Wachstum hat sich ihre Zusammensetzung verändert. Berlin ist jünger geworden, es wohnen deutlich mehr Familien in der Stadt, die Anzahl und der Anteil der Ein- und Zweipersonenhaushalte hat abgenommen. Mit der veränderten Nachfrage nach Wohnungen stellt sich die Frage, wie die Bedürfnisse der heutigen wie auch künftigen Stadtbewohner mit der Wohnraumentwicklung erfüllt werden können.

Das sozialwissenschaftliche Planungs- und Entwicklungsbüro Zimraum hat in Kooperation mit dem REM die Studie «Wohnraumentwicklungen in Berlin. Erwartungen und Güterabwägungen der Einwohner» publiziert. Die Studie beruht auf den Antworten von 900 zufällig ausgewählten Einwohnerinnen und Einwohnern Berlins, die zu ihrer Haltung zur baulichen Verdichtung, der Bedeutung von Wohnumfeldern, ihren Erwartungen an Wohnungen und ihren Ansprüchen an die Bewirtschaftung befragt wurden.

Die Studie sucht Antworten auf die Frage, wie gesellschaftliche, wirtschaftliche und bauliche Entwicklungen besser aufeinander abgestimmt werden können. Sie zeigt auf, wie das Vertrauen in den Berliner Wohnungsmarkt gestärkt werden kann und wie die Projektentwicklung und Bewirtschaftung zur Akzeptanz von Entwicklungs- und Transformationsprozessen beitragen können.

Für Schnellleserinnen und -leser sind die Fragestellung und Erkenntnisse für die Projektentwicklung und Bewirtschaftung von Siedlungen und Immobilien in den Kapiteln 1 und 8 zusammengefasst.

Die Studienautorin, Dr. Joëlle Zimmerli, ist seit 2018 am REM als Dozentin zum Thema Stadtsoziologie tätig. Sie ist Inhaberin der Zimraum GmbH und ist mit ihrer Firma in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich tätig.