Joëlle Zimmerli - Raum & Gesellschaft

Themen

Auftragsstudien zur Versachlichung von Debatten

Verdichtung, steigende Wohnungspreise und eine in der Öffentlichkeit wenig geliebte Immobilienbranche erhitzen die Diskussion um die Stadtentwicklung. Mit empirisch basierten Studien tragen wir zu einer Versachlichung der Debatte bei. Wir arbeiten mit eigenen Befragungen sowie mit statistischen Daten, die wir von der öffentlichen Hand beziehen.

Nutzung des öffentlichen Raums

Wir zeigen auf, wie in intensiv genutzten öffentlichen Räumen mit Nutzungskonflikten umgegangen werden kann. Wir kartographieren die unterschiedlichen Erwartungen von Anwohnern, Gewerbe und Gastronomie, skizzieren Lösungsansätze und begleiten die Suche nach tragfähigen Kompromissen. Wir erklären, ob und unter welchen Voraussetzungen neue öffentliche Räume entstehen können, etwa bei Arealentwicklungen oder in dörflich geprägten Zentren.

Wohnen, Wohnraum und Wohnungsmix

Wohnen nimmt unterschiedliche Funktionen ein. Es hat eine andere Bedeutung für jene, die einen Grossteil ihres Alltags zuhause verbringen als für jene, die sich im Leben primär nach aussen orientieren. Wir zeigen auf, wie verschiedene Wohnzielgruppen gewonnen werden können, welches Wohnen an einem Standort aus gesellschaftlicher Perspektive sinnvoll und realistisch ist und wie ein sozial durchmischter Wohnungsmix entsteht.

Sozial nachhaltige Entwicklung

Bautätigkeiten und Investitionen in die öffentlichen Räume wirken sich auf das urbane Gefüge und bestehende Netzwerke im Quartier aus. Wir zeigen, wie Quartier- oder Arealentwicklung sozial und demographisch nachhaltig umgesetzt werden kann und wie sich ein nachhaltiges Raumprogramm auf der Ebene von Immobilien entwickeln lässt. Wir arbeiten mit prozessorientierten Nachhaltigkeitskonzepten in der gesamten Entwicklung und bewerten Wettbewerbs- und Studienprojekte systematisch auf gesellschaftliche Kritieren.

Gesellschaftlich akzeptierte und tragfähige Verdichtung

Mit der Annahme des neuen Raumplanungsgesetzes, der Zweitwohnungsinitiative und der Kulturlandinitiative hat das Volk deutlich ja zur Siedlungsentwicklung nach innen gesagt. Versuche zur Verdichtung scheitern allerdings häufig an Partikularinteressen, mangelndem Verständnis für grössere Zusammenhänge und dem fehlenden Willen, Veränderungen zuzulassen. Wir zeigen auf, wo und mit welchem Vorgehen Verdichtung auf gesellschaftliche Akzeptanz stösst. Wir vermitteln ausserdem zwischen den Qualitätsansprüchen der öffentlichen Hand und den Anforderungen von Privaten, die in den Wohnungsbau investieren.

Mobilitätstypen und Mobilitätsbedürfnisse

Städtische Räume bieten die besten Voraussetzungen für den Langsamverkehr. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit spielen sich meist in Distanzen ab, die zu Fuss, mit dem Velo oder im öffentlichen Verkehr gut zu überwinden sind. Die heutigen Generationen wählen ihre Verkehrsmittel pragmatisch nach dem Wegzweck. Nur noch wenige beschränken ihr Mobilitätsverhalten aus prinzipiellen Gründen auf ein einziges Mobilitätsmittel. Wir zeigen die Mobilitätsbedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen auf und erklären, unter welchen Voraussetzungen autoarmes Wohnen realistisch ist.

Testplanungen, Strategien und Nutzungskonzepte

Stadt- und Quartierentwicklung hat keine Erfolgsgarantie und kann in den wenigsten Fällen von einer einzigen öffentlichen Fachstelle im Alleingang gesteuert werden. Wir beteiligen uns in Testplanungen, entwickeln Strategien und Nutzungskonzepte, mit denen wir die Nutzerperspektive Einnehmen, unterschiedliche Sichtweisen an den Tisch bringen und eine Lösung finden, mit der alle am selben Strick ziehen.