Wo wohnen wir im Alter?

Workshop der Heinrich & Erna Walder-Stiftung

Ein Workshop zum Thema Wohnraum und Demographischer Wandel

Aus der Zusammenfassung von Wilhelm Natrup (Stiftungsrat):

«Die Referate vom Vormittag haben klar gezeigt, dass wir vor grossen Herausforderungen in der Entwicklung des Kantons Zürich stehen, um den vielfältigen Ansprüchen, die an uns alle gestellt werden, gerecht zu werden. Dazu gehören auch alle Fragen rund ums Thema Wohnen im Alter.

Rund ein Drittel der Bevölkerung wird in den kommenden Jahren 65 und älter sein. Das ist eine gesellschaftlich relevante Grössenordnung, welcher in den bisherigen Betrachtungen zu wenig Bedeutung beigemessen worden ist. Das müssen wir auf allen Entscheidungsebenen ändern. Ganz besonders gilt dies für die Raumplanung. Hier werden die Grundlagen für die Zukunft gelegt: Hier wird entschieden, wo in Zukunft die Schwerpunkte der Entwicklung gelegt werden und letztendlich wo die Investitionen in künftige Wohnprojekte auf Stufe Region oder Gemeinden erfolgen werden.

Frau Zimmerli hat aufgezeigt, dass wir mit je unterschiedlichen Herausforderungen im städtischen Raum, in der Agglomeration und im ländlichen Raum konfrontiert sind. Es gibt keine Patentrezepte, die ein altersgerechtes Wohnungsangebot und hohe Zufriedenheit im Alter gewährleisten.

Lösungen sind den unterschiedlichen Gegebenheiten in den Teilräumen und unterschiedlichen Gemeinden im Kanton anzupassen. Die Ansprüche an Gemeinden, an Wohnungsanbieter und an die gewünschten Wohnstandorte sind sehr unterschiedlich.

Wohnen im Alter ist ein Auftrag an alle Akteure. Einerseits braucht es eine Mobilisierung und Aktivierung im Wohnungsmarkt für Wohnungsangebote, die den Bedürfnissen im Alter entsprechen, und andererseits ist bei älteren Menschen die Bereitschaft mitzuwirken zu fördern.»